Mit Tuina sollen Blockaden der Meridiane aufgelöst und der Energiefluss gefördert, aber auch Organe beeinflusst werden. Bei der Behandlung werden teilweise andere Meridiane berührt als bei der Akupunktur. Die Methode wird in der TCM auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten empfohlen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Massagen wird die Behandlung nicht am nackten, sondern am bekleideten Körper ausgeführt. Der Therapeut arbeitet mit Fingerkuppen, Handballen, Handflächen und dem Ellenbogen. Es geht darum, bestimmte Punkte der Meridianbahnen zu reizen. Es gibt dafür 18 Grundgriffe und insgesamt rund 300 Einzelgriffe. Die Haupttechniken sind Druck, Vibration, Bewegung auf dem Gewebe und "greifendes Kneifen". Außerdem werden Manipulationen der Gelenke vorgenommen, ähnlich wie bei der Chiropraktik. Jede Behandlung erfolgt in drei Phasen: Aktivierung, Intervention und Harmonisierung.
In der TCM wird die Tuina Massage z.B. bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Arterielle Hypertonie, Asthma, Gastritis, Verstopfung, gynäkologischen Erkrankungen, Schlafstörungen, Migräne oder Hyperaktivität bei Kindern angewendet.
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